Altenpflege Gehalt: Wie viel verdient ein Altenpfleger?

Wie hoch ist in der Altenpflege das Gehalt? Wie viel verdient man während der Ausbildung, wie viel nach dem Examen? Wenn Du Dir auch diese Fragen stellst, dann wollen wir Dir mit diesem Artikel gerne weiterhelfen.

Gehalt in der Altenpflege: Das verdient ein Azubi

Besonders der finanzielle Aspekt ist in der Ausbildung als Altenpfleger finanziell attraktiv. Schon im ersten Lehrjahr übersteigt das monatliche Bruttogehalt die 1.000-Euro-Schwelle und kann im Abschluss-Lehrjahr sogar auf bis zu 1.300 Euro brutto pro Monat ansteigen, wie das Portal ausbildung.de informiert. Weshalb die Ausbildung so gut vergütet wird, hat insbesondere folgende Gründe:

  • Unregelmäßige Arbeitszeiten mit Schichtwechseln
  • Hohe Belastung im Beruf
  • Fachkräftemangel

Das jährliche Gehalt beläuft sich in der Ausbildung zum Altenpfleger somit auf 13.680 bis 15.600 Euro brutto.

Die Grafik zeigt, was ein Auszubildender in der Altenpflege im ersten, zweiten und dritten Lehrjahr verdient. Das Gehalt in der Altenpflege beläuft sich hier auf je 1140, 1200 und 1300 Euro.
Bereits im ersten Lehrjahr liegt das tarifliche Gehalt in der Altenpflege deutlich über der 1000-Euro-Marke. Quelle: ausbildung.de

Nach der Ausbildung: Das verdienen Berufseinsteiger in der Altenpflege

Das Portal ausbildung.de beziffert die Gehaltsmöglichkeiten von Berufseinsteigern in der Altenpflege auf ein Maximum von bis zu 2.800 Euro monatlich. Einen Durchschnittswert liefert die Gehaltsdatenbank von steuerklassen.com. Demnach verdienen Fachkräfte aus der Altenpflege mit einer Berufserfahrung von unter einem Jahr im Schnitt in etwa 2.558,94 Euro. Somit ist klar, dass die Berufserfahrung eine entscheidende Rolle beim Verdienst in der Altenpflege spielt. Das Gehalt kann mit mehreren Berufsjahren noch deutlich anwachsen, wie wir Dir im weiteren Artikel verraten werden.

Wieviel bekommt ein Altenpfleger mit Tarifvertrag?

Gehaltsstrukturen im öffentlichen Dienst (Tarifvertrag) unterscheiden sich von denen aus kirchlichen und privaten Einrichtungen (kein Tarifvertrag) unterscheiden. Folgende Abstufungen können hierbei laut dem Portal praktischarzt.de getroffen werden:

  • Öffentlicher Dienst: 2.880 bis 3.589 Euro
  • Kirchliche Einrichtungen: 2.800 bis 3.200 Euro
  • Private Arbeitgeber: 1.700 bis 2.600 Euro

Für öffentliche Einrichtungen gilt der TvöD (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst). Die Pflege ist hierbei im TvÖD – Pflege (P), einer Untergliederung, eingeteilt. Der Berufssektor Altenpflege gehört in die Entgeltgruppe P7, welche in verschiedene Stufen eingeteilt ist. Das Einstiegsgehalt beläuft sich in der Altenpflege auf 2.880,56 Euro in Stufe 2, da die erste Stufe gestrichen worden ist. Je nach Betriebszugehörigkeit kann ein Mitarbeiter in die nächste Stufe wechseln.

Stufe 2Stufe 3Stufe 4Stufe 5Stufe 6
Gehalt im TvöD-P – Entgeltgruppe P7 (Jahr 2021)2.880,56 Euro3.053,48 Euro3.319,54 Euro3.452,54 Euro3.589,50 Euro
WechseloptionEingruppierung mit einschlägiger Berufserfahrung von mindestens einem JahrWechsel nach 2 Jahren in Stufe 2 möglichWechsel nach 3 Jahren in Stufe 3 möglichWechsel nach 4 Jahren in Stufe 4 möglichWechsel nach 5 Jahren in Stufe 5 möglich
Quelle: oeffentlicher-dienst.info/tvoed/p/

Schicht, Tarif und Zeit: Zuschläge in der Pflege

Sofern eine Bezahlung nach dem TvöD-P erfolgt erhalten die Altenpfleger zusätzlich zum Grundgehalt teils abgabenfreie Zuschläge. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Ortszulage
  • Schichtzulage
  • Tarifzulage
  • Psychiatriezulage
  • Nachtzuschlag

Die Höhe der jeweiligen Zuschläge ermittelt sich am Alter, dem Familienstand, der Dienststufe und Arbeitszeit. Ein Großteil der Krankenhäuser bezahlt auch eine Betriebsrente. Besonders die Zeitzuschläge bilden in der Pflege einen großen Faktor. Bezahlt werden diese für das Arbeiten an Sonn- und Feiertagen sowie an Samstagen, Heiligabend und Silvester sowie bei Nachtarbeit. Vergütet wird meist ein prozentual festgelegter Prozentsatz des Stundenlohns – in bestimmten Höchstgrenzen sogar steuer- und sozialabgabenfrei:

  • Nachtarbeit (23-6 Uhr): 25%
  • Arbeiten in der Zeit von 0 bis 4 Uhr: 40%
  • Arbeit an Silvester ab 14 Uhr sowie an gesetzlichen Feiertagen: 125%
  • Arbeit an Heiligabend ab 14 Uhr sowie am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag und am 1. Mai: 150%

Der Zeitzuschlag kann jedoch auch durch Freizeitausgleich erfolgen.


Verdienst-Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Altenpflegern

Der Gehaltsunterschied nach Geschlecht, also zwischen Frau und Mann, in der Altenpflege ist im Vergleich zu anderen Berufen verhältnismäßig gering, wie die Bundesagentur für Arbeit schreibt. Demnach verdient eine Frau im bundesweiten Durchschnitt 3.000 Euro brutto. Ein männlicher Altenpfleger hat monatlich etwa 122 Euro mehr auf dem Gehaltszettel.

83 % der Pflegekräfte in der Altenpflege sind weiblich.

Quelle: Blickpunkt Arbeitsmarkt: Arbeitsmarktsituation im Pflegebereich. Mai 2020.

Doch warum gibt es die sogenannte Gender-Pay-Gap in der Pflegebranche? Wie bereits erklärt, spielt die Berufserfahrung eine wichtige Rolle in der Zusammensetzung des Gehaltes. Bei Frauen kommt es allerdings viel häufiger zu Erwerbsunterbrechungen, beispielsweise durch eine Mutterschaft oder die Kindererziehung, wodurch diese ihren Beruf für eine bestimmte Zeit aufgeben oder auf ein Teilzeitmodell umsteigen. Auch das kann wiederum dazu führen, dass weibliche Pflegekräfte nicht so sehr in der Hierarchie der Pflegeeinrichtung aufsteigen können.

Zwar arbeiten in der Pflege zum Großteil Frauen, in den Führungspositionen sitzen jedoch vermehrt Männer. Insbesondere in Pflegeheimen sind etwa 61,2 Prozent der Führungskräfte männlichen Geschlechts. In der Tagespflege gestaltet sich die Situation ähnlich. Einzig in ambulanten Pflegediensten übernehmen Frauen häufiger das Kommando, wie aus einem Bericht von pflegemarkt.com hervorgeht.

Wo verdienen Altenpfleger das meiste Gehalt?

Auch von Bundesland zu Bundesland unterscheiden sich die Gehälter als Altenpfleger deutlich. Während man in Hessen, Baden-Württemberg und Bayern den höchsten Bruttoverdienst erreichen kann, rangieren die Pflegekräfte in Sachsen und Sachsen-Anhalt als Schlusslichter in der Auflistung. Wir verschaffen einen Überblick, basierend auf den Daten des Portals gehalt.de.


Bundesland, Stundenzahl und Berufserfahrung: Dein Brutto Gehalt als Altenpfleger berechnen

Du willst dein Bruttogehalt als Altenpfleger berechnen? Dann bietet sich dir mit unserem kostenlosen Tool die Möglichkeit nach Berufserfahrung und Bundesland zu kategorisieren. So kannst Du ermitteln, welches Gehalt für Dich in etwa möglich ist.

Brutto Gehaltsrechner

Brutto Gehaltsrechner

Quellen: Gehalt.de und Bundesagentur für Arbeit
Die Gehaltsangaben sind jeweils der Median-Wert. Tatsächliche Gehälter können nach oben und unten abweichen.

Details

Bundesland
Berufserfahrung
40

Durchschnittliches Brutto-Gehalt

Brutto-Netto-Rechner: Das verdienst Du als Altenpfleger netto

Nun haben wir Dir aufgezeigt, was Du als Altenpfleger brutto verdienen kannst. Wenn Du jetzt noch wissen möchtest, wieviel Du als Nettolohn (ohne Zulagen) bekommst, dann hilft Dir unser Brutto-Netto-Rechner weiter.

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