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Ausbildung zur Heilerziehungspflegekraft

„Im Endeffekt war es jedoch das Beste, das mir passieren konnte“- mit diesen Worten beschreibt Kristine in einem Interview mit AUBI-plus ihre Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Um sich diesen Traum zu ermöglichen, hat sie ein Studium begonnen. Aber das muss nicht immer der Weg sein. Auch mit einer Ausbildung zur Heilerziehungspflegekraft, kannst Du mit Menschen mit Behinderung arbeiten. Wie diese Ausbildung aussieht und welche Voraussetzungen Du mitbringen solltest, zeigen wir in diesem Beitrag.

Was macht eine Heilerziehungspflegekraft?

Wie schon angedeutet, beschäftigt sich eine Heilerziehungspflegekraft mit der Pflege von körperlich oder mental eingeschränkten Menschen. Du sollst sie dabei sowohl pflegerisch als auch pädagogisch fördern. Das Ziel einer Heilerziehungspflegekraft ist es, Pflegebedürftigen ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Zu Deinen pflegerischen Aufgaben zählen unter anderem Ernährung, An- und Auskleiden, Körperhygiene und die Medikamentenvergabe. Zudem solltest Du zu versorgende Personen auch bei der Freizeitgestaltung begleiten. Das bedeutet, dass Du je nach Behinderung angemessene Aktivitäten planst. Außerdem unterstützt Du Pflegebedürftige bei der schulischen oder beruflichen Integration.

2018 waren etwa 18.000 Menschen in der Heilerziehung tätig

Voraussetzungen für die Ausbildung als Heilerziehungspflegekraft

Verantwortungsvolles und pflichtbewusstes Arbeiten ist für die Arbeit als Heilerziehungspflegekraft unerlässlich. Gleichzeitig solltest Du noch weitere Eigenschaften mitbringen:

Du solltest überdurchschnittlich viel Geduld mitbringen, da Alltagsaufgaben zusammen mit Deinen zu versorgenden Personen auch mal länger dauern können.

Du solltest gerne mit Menschen arbeiten. Vor allem sollte es Dir Spaß machen, anderen zu helfen.

Auch solltest Du mit Menschen mit Behinderung arbeiten können und wollen. Das Arbeiten mit Deinen Patienten und Patientinnen erfordert besondere Kompetenz, die nicht jeder hat. 

Neben diesen persönlichen Voraussetzungen gibt es natürlich noch einige formale Kriterien, um zur Ausbildung zugelassen zu werden. Je nach Bundesland sowie den dort ansässigen (Berufs-)Fachschulen oder Berufsakademien sind unterschiedliche Voraussetzungen gefragt. Meist benötigst Du einen mittleren Schulabschluss und praktische Erfahrung, zum Beispiel in Form eines Praktikums. Teilweise ist sogar eine abgeschlossene Berufsausbildung im Bereich der Pflege notwendig.

Im Durchschnitt liegt das Gehalt einer ausgebildeten Heilerziehungspflegekraft bei rund 3.600 Euro.

Ausbildungsablauf einer Heilerziehungspflegekraft

Die Ausbildung zur Heilerziehungspflegekraft dauert in der Regel zwei bis drei Jahre in Vollzeit oder drei bis vier Jahre in Teilzeit. Außerdem wird die Ausbildung je nach Bundesland in verschiedenen Modellen angeboten: als vollzeitschulische Ausbildung oder praxisintegrierte Ausbildung. Ersteres bedeutet, dass Du nicht als Auszubildender oder Auszubildende in einer Einrichtung angestellt bist. Stattdessen verbringst Du die meiste Zeit in der Berufsfachschule. Allerdings gibt es die Möglichkeit, während Deiner Ausbildung verschiedene Praktika in entsprechenden Einrichtungen zu absolvieren. Dafür solltest Du Dir im Vorfeld überlegen, welche Variante der Ausbildung Dir am ehesten zusagt:

  • Du kannst die Ausbildung in der vollzeitschulischen Variante absolvieren. Hier verbringst Du die ersten zwei Jahre Deiner Ausbildung an der Berufsfachschule und absolvierst anschließend Praxiseinsätze.
  • Wählst Du hingegen die ausbildungsbegleitende Form, besuchst Du neben der Schule zwei Praktika, die etwa zehn Wochen umfassen.
  • Zuletzt gibt es auch noch die praxisintegrierte Ausbildungsform. Hier liegt der Fokus vor allem auf der praktischen Erfahrung, die Du in einer Einrichtung sammelst. Aus diesem Grund verbringst Du die meiste Zeit Deiner Ausbildung dort. In die Schule musst Du stattdessen nur etwa zwei Mal in der Woche. Möchtest Du also vor allem Einblicke in Deinen späteren Beruf bekommen, ist diese Variante besonders empfehlenswert.

Die wichtigsten Punkte der drei Ausbildungsvarianten haben wir Dir hier noch einmal zusammengefasst:

Vollzeitschulische Variante

Du verbringst die gesamte Ausbildungszeit in der Schule.

Nach der Berufsschule durchläufst Du verschiedene Praxiseinsätze.

Ausbildungsbegleitende Variante

Du verbringst die meiste Ausbildungszeit in der Schule.

Zudem machst Du zwei zehnwöchige Praktika.

Praxisintegrierte Variante

Du bist nur zweimal pro Woche in der Schule.

Du verbringst die Ausbildungszeit vor allem in heilerziehungspflegerischen Einrichtungen während des Praktikums.

Ausbildungsinhalte

Die Theorie zur Heilerziehungspflegekraft hat innerhalb Deiner Ausbildung drei große Themenschwerpunkte:

Zum einen die Heilpädagogik – also die Erziehung von Kindern mit Behinderungen. Du erfährst, wie Du sie beim Lernen unterstützt, wie Du mit ihnen umgehst und welche weiteren Maßnahmen es gibt.

Der zweite Schwerpunkt ist die Alltagsgestaltung. Hier lernst Du, welche Aktivitäten Du mit körperlich und mental eingeschränkten Menschen unternehmen kannst und wie Du sie in ihrem selbstbestimmten Leben unterstützt.

Soziologie ist ebenfalls ein wichtiger Punkt in der Ausbildung. Sie ist die Wissenschaft, die sich damit beschäftigt, wie Menschen untereinander leben, wie sie miteinander umgehen und welche Gründe und Folgen dieses Verhalten hat.

Menschen mit Behinderung haben es am Arbeitsmarkt nach wie vor schwer. Nur 57 % der Menschen mit Behinderung waren 2019 in den Arbeitsmarkt integriert.

Gehalt während der Ausbildung

Schulische Ausbildungen wie die zur Heilerziehungspflegekraft sind meist leider nicht bezahlt. Entscheidest Du Dich für die vollzeitschulische Variante, verdienst Du deshalb nichts. Bei der ausbildungsbegleitenden und praxisorientierten Variante hast Du jedoch die Chance, eine Vergütung innerhalb Deines Praktikumsplatzes zu bekommen. Hast Du sogar eine Stelle, die tariflich vergütet wird, kannst Du mit einem Gehalt von etwa 1.333 Euro monatlich rechnen.

Wie jeder andere Pflegeberuf ist die Aufgabe als Heilerziehungspflegekraft kein Job, den jeder oder jede machen kann. Da Dein Beruf jedoch zu den wichtigsten unserer Gesellschaft gehört, solltest Du in Deinem Job genau die Wertschätzung bekommen, die Du verdient hast. Unsere Teamleitung bei consil med sorgt Tag für Tag dafür, dass Du in Deinem Beruf die Anerkennung bekommst, die Du verdient hast. Bekommst Du als Heilerziehungspflegekraft nicht genügend Anerkennung in Deinem jetzigen Job, dann registriere Dich jetzt bei uns.

Weil Du es wert bist!

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Tags

Ausbildung, Heilerziehungspflegekraft, pflege, pflegekraefte


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